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Namaste! Meine Auszeit in Indien

24. April, 02.30 Uhr:

"Namaste! (Herzlich willkommen) Your first time in India?“ - fragt mich der Guide am Airport von Delhi. Nein, mein zweites Mal. „Danke, dass Sie mein Land wieder besuchen“, sagt er voller Wertschätzung. Worte, die mich berühren und mir ein erstes Gefühl geben für das, was mich in den kommenden Tagen erwarten wird: warmherzige und respektvolle Gastfreundschaft. Neun Tage lang war ich im Norden Indiens unterwegs. Organisiert von den  THE PASSIONIST Travel & Events in Hamburg und Eastbound in Indien (Anmerkung: Reise wurde privat bezahlt)  Von meinen Erlebnissen in Delhi, Agra und in Jaipur erzähle ich euch hier auf PURA PRIMAVERA.

 

 

24. April, 9.00 Uhr:

Die Nacht im The Claridges Hotel, gelegen im ruhigen und sehr grünen Regierungsviertel der 26-Millionen-Einwohner Stadt, war kurz.  Frühstück und dann Treffen mit Guide Gagan und Fahrer Denish um 10 Uhr. Auf dem Weg zu Jama Masjid, einer der größten indischen Moscheen, erbaut Mitte des 17. Jahrhunderts, erzählt mir Gagan von seiner Leidenschaft für seine Geburtsstadt. „Sie ist so wie wir: Konservativ und fortschrittlich“, sagt der 38-Jährige. „Wir leben ein modernes Leben und folgen doch auch unseren Traditionen.“ Dazu gehöre auch immer noch das Einkaufen auf dem Bazar, wie dem Kinari Bazaar mit seinem glitzernden (Hochzeits)Schmuck oder dem Gewürzmarkt Khari Baoli.

 

Hier war Gagan schon als Kind mit seinen Eltern. Hierhin kommt er auch heute noch immer wieder gern. „Ein gut gemanagtes Chaos“, sagt er, der einige Jahre in London gelebt hat, in exzellentem Englisch. Nach dem Moscheebesuch streifen wir durch die Straßen. Die sind gesäumt von bis zu 300 Jahre alten Häusern, in denen Familien bereits in der 6. Generation ihren Handel treiben. „Hier geht man nicht hin, um hektisch einzukaufen, sondern um zu schlendern, zu schauen, zu kommunizieren. Das ist ein Platz, um Gemeinschaft zu leben,“ sagt Gagan. Ich probiere in einem Straßenimbiss „Kachori“, feine Teigbällchen mit Linsenfüllung und scharfem Dip. Köstlich!

Danach folgt ein Abstecher bei Anshu Kumar in seinen mehr als 100 Jahre alten Gewürzladen. Ihn empfahl die New York Times vor einigen Jahren als Geheimtipp. Seitdem ist er keiner mehr. Viele Touristen pilgern zu dem 40-Jährigen Unternehmer, der weltweit mit Gewürzen und Tee handelt und gern Spitzenköchen bei der Veredelung neuen Speisen zur Seite steht. Anshu lädt mich ein auf einen Chai, bevor ich mich mit Guide Gagan in die Rikscha schwinge, um von entspannter Position aus das Treiben in den Gassen zu erleben.

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