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Interview mit dem Berliner Modeblogger Jörg Oberwittler

Mit dem kreativen Kopf hinter dem Männer-Modemagazin „Style Statements“ habe ich mich im Berliner Bikini-Haus getroffen. Ein Interview über Punkte und Pompöses, über Basics und Boyfriendstyle, verbunden mit der Frage: Darf ein T-Shirt 1,50 Euro kosten?

 

                                                Fotos (2): Esteve Franquesa Parareda.

Jörg, wie wichtig ist Berlin für die Mode?

Jörg Oberwittler: Berlin ist die Hauptstadt der Kreativität. Welche andere Stadt ist so heterogen in Stil und Vielfalt? Ich sehe auf der Straße, wie unterschiedlich sich die Leute anziehen. Das finde ich inspirierend. Hier gibt es tolle junge Designer. IVANMAN macht sehr schöne Sachen. Oder Sissi Goetze und das  Modekollektiv GmbH.

 

Blicken wir mal über die Grenze Deutschlands. Welche Länder sind modemäßig im Kommen?

Osteuropa mit seinem Hang zum Pompösen, Verschnörkelten. Das kommt vielleicht aus dem Sozialismus oder auch aus dem Zarenreich.

 

Welchen Einfluss hat die Musik auf die Mode?

Immer mehr. Zu Modenschauen werden modeaffine Stars eingeladen, um zu singen. Große Rapper wie Kanye West sind Modedesigner geworden. Mode wird auch mehr und mehr vom Streetstyle beeinflusst.

 

 

Erkläre uns mal deinen Look, den du heute trägst.

Für mich selbst ist Mode aktuell spannend, die nicht ganz so figurbetont geschnitten ist, sondern oversized – ideal für den Mann mit ein wenig Bauch. Mein gepunktetes Hemd trage ich gern. Punkte sind für Männer frisch. Es ist immer wichtig, mal mutig was anderes als Streifen oder Karo zu tragen. Dazu trage ich eine olivgrüne Hose, blaue Socken mit Punkten und Loafers von Ted Baker – und meinen neuen Lieblings-Trenchcoat von Ralph Lauren aus New York.

 

 

 

 

Jörg Oberwittler traf ich im Berliner Bikini-Haus.

Nach unserem Interview bat ich ihn um einen Stylingtipp. Er entschied sich für einen coolen Boyfriend-Look aus Jeans und Karohemd von „Scotch & Soda“ . Fand ich super und hab’s gleich gekauft...

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